Sibylle Pomorin studierte von 1975 bis 1980 an der Staatlichen Hochschule für Musik in Münster in den Hauptfächern Flöte und Saxophon, gleichzeitig spielte sie in Kammerensembles und Jazzgruppen, für die sie auch komponierte.
1984/85 hatte sie Kompositionsunterricht bei Ernst Bechert in Hamburg, in den darauffolgenden Jahren nahm sie an Kursen und Seminaren bei Dieter Schnebel, John Tchicai, Alice Shields und Eliane Radigue teil.
Von 1982 bis 1994 tourte sie mit improvisierenden Musikern wie z.B. Peter Brötzmann, Joèlle Léandre, William Parker, Yosuke Yamashita, Chris Cutler und Conny Bauer und unternahm Konzertreisen mit eigenen Gruppen und Kompositionen in ganz Europa sowie in Israel.
Seit 1986 lebt sie als freischaffende Musikerin und Komponistin in Berlin.
Sie erhielt Kompositionsaufträge für Ensembles, Festivals, Rundfunk und Theater, zahlreiche Preise und Auszeichnungen (u.a. erster Preis beim internationalen Kompositionswettbewerb "Soundscapes voor 2000" in den Niederlanden) und wurde durch verschiedene Arbeitsstipendien, u.a. in New York, Istanbul und Mexiko, gefördert.
Seit 1994 Studien und Produktionen in den Studios des Columbia-Princeton Electronic Music Center in New York, dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe, der Technischen Universität Berlin und der Nederlandse Programma Stichting in Hilversum/Niederlande.
Neben rein kammermusikalischen und (mehrkanaligen) elektroakustischen Kompositionen bezieht sie in ihre Arbeit auch Elemente anderer Kunstformen ein (Lyrik, Video- Raum- oder Lichtinstallation) und arbeitet mit Musikern der internationalen Improvisations- und Avantgardeszene zusammen.